Erwin Pawelleck • Tischlermeister und Restaurator

 
 
 


Neuanfertigung Tischlerei Pawelleck

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zunächst ...

.. ein kleiner Ausflug in die Entwicklung des Tischlerhandwerks

Der Beruf des Tischlers, Schreiners oder Kistenmachers entwickelte sich aus dem Handwerk des Zimmerers und entstand mit der Bildung des wohlhabenden Stadt-Bürgertums, ungefähr in der Romanik (kunstgeschichtliche Epoche etwa vom 10. bis zum 13. Jh.). Der Beruf war jedoch schwierig abzugrenzen, des es Überschneidungen gab:
bautischlerisch mit dem Zimmerer und im Möbelbereich mit dem Drechsler.

Zu Beginn war das Handwerk immer ein erbliches Amt. Erst mit der Entstehung der Zünfte (ca. 1250) schlossen sich einige Handwerker zusammen, um gemeinsame Interessen zu verfolgen, z. B. die Regelung von sozialen und arbeitsrechtlichen Vereinbarungen oder um sich gegen die freie Konkurrenz zu behaupten.

Meisterwerdung konnte nur mit Nachweis ehelicher Geburt,
des Lehrbriefes
und der Zeugnisse der Wanderschaft,
mit Ausrichtung eines üppigen Mahls,
bei der Innung beantragt werden.

 
barocke Koffertruhe, Braunschweiger Art, Anfang 18. Jh.
Die Einrichtung bestand zunächst vor allem aus unbeweglichen, zimmermännischen Möbeln, die direkt auf der Baustelle aus gesägten Brettern gefertigt und vernagelt wurden. Es handelte sich meistens um truhenartige, mit der Wand verbundenen Bänke oder Wandnischenschränke. Der Tisch war nur eine auf Böcke gelegte Platte.
Dann wurden die Möbel beweglicher. Sie wurden in der Werkstatt verleimt und gehobelt. Die Kleidersitztruhe kam an das Bettende.
Der Schrank kam aus der Nische heraus und bekam so Seitenteile und Front.
  
 
In kaum einem Handwerk werden so viele Materialien verwendet, wie im Tischlerhandwerk. Holz wird mit Stahl, Glas, Keramik oder Plastik kombiniert. Durch die vielfältige Auswahl an Beschlägen können auch aufwendige oder trendige Funktionen gesichert werden.
Technischer Fortschritt im Tischlerhandwerk
Neue Technologien wie der EDV-Einsatz und die CAD-Technik ermöglichen zusätzliche Präzision und sind heutzutage standard in einer leistungsstarken Werkstatt. Fachliche Kompetenz und handwerkliches Geschick sind jedoch Voraussetzungen bei der Planung und Durchführung der Aufträge.


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           © 2007 by Erwin Pawelleck

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